Mittwoch, 3. Mai 2017

Dieses Kribbeln im Bauch ..... in Dauerschleife



Leonie Lastella

Brausepulverherz

Taschenbuch

496 Seiten - ISBN: 978-3-596-03546-5 - 9,99€ - Fischer Taschenbuch



Wenn das Herz kribbelt und bitzelt, wie Brausepulver auf der Zunge … 

»Brausepulverherz« von Leonie Lastella ist der perfekte Roman für alle, die zwischen Sommer und Ferien, zwischen Zuhause und Woanders, zwischen aufgedreht und gechillt, zwischen verknallt und entliebt die ganz große Liebe suchen.

Jiara lebt eigentlich in Hamburg, jobbt aber den Sommer über in einer Trattoria an der italienischen Riviera. Ihr ansonsten so strukturiertes Leben steht Kopf, als sie Milo trifft. Na ja, von einem »Treffen« kann hier nicht die Rede sein, eher von einer Explosion, einem Tsunami, einem Feuerwerk. 
Nein, Letzeres wäre dann doch zu kitschig.
Sofort ist da dieses Knistern und Kribbeln. Nur manchmal fühlt es sich eher an wie viele kleine Stromschläge – so grundverschieden sind die beiden. Und eigentlich darf das alles nicht sein: Jiara hat einen Freund, ein Leben und eine Zukunft in Hamburg – oder?

Ein wunderbarer Roman über die große Liebe, die die Welt aus den Angeln hebt!




"Brausepulverherz" macht definitiv Lust und Laune auf Sonne, Strand und Meer. Italien ist Hauptschauplatz. Genauer gesagt der Ort Finale, der auch für ein fulminantes Ende sorgt. Ein Happy End, welches ich mir genauso und nicht anders erhofft hatte. Bis dahin führt uns die Autorin allerdings ziemlich lange an der Nase herum. Diese Hinhaltetaktik hielt mich am Lesen, denn wenn es nur nach den Protagonisten gegangen wäre, wäre mir der Roman viel zu oberflächlich gewesen. So spann sie hier ein Familiendrama, da Herzschmerz und letztendlich die Frage: "Warum kann in der Liebe nicht alles glatt laufen?" mit ein. Eigentlich ganz einfach beantwortet, denn lediglich Friede, Freude, Eierkuchen will nicht wirklich jemand lesen, oder doch? Ehrlich gesagt war es mir aber dennoch hier und da ein klein wenig zuviel Drama. Eine Protagonistin, die es nicht schafft sich selbst zu behaupten und sich komplett fremd bestimmen lässt, nervt. Ein "Bad Boy", der sich nicht eingestehen kann, dass er Jiara mit Haut und Haar ergeben ist, nervt. Trotzdem konnte ich mich auf die Story einlassen, da es eben auch die Momente im Buch gab, die wie Brausepulver ein Kribbeln im Bauch hervorruft. Eine Story mit Tiefgang habe ich ja letztendlich auch nicht erwartet, denn Cover und auch Klappentext sprechen eine recht deutliche Sprache. Herzschmerz ist vorprogrammiert.  Mir hat es gefallen, auch wenn ich zwischendurch gerne die Möglichkeit gehabt hätte Jiara zu schütteln und Milo den Kopf zu waschen. Was hat man zu verlieren, wenn man sich Liebe eingesteht? 
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Roman, der mich sehr gut unterhalten hat und trotz winzigkleiner Kritikpunkte glänzen konnte.   

★★★

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