Mittwoch, 1. November 2017

Debütroman mit liebevollen Ecken und Kanten




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Krystal Sutherland

Unsere verlorenen Herzen

Ab 14 Jahren


Paperback, Klappenbroschur384 SeitenISBN: 978-3-570-16497-614,99€cbt



Kann es mehr als eine große Liebe geben?

Der 17-jährige Henry war noch nie verliebt. Kein Herzklopfen, keine Schlaflosigkeit, keine großen Gefühle. Bis seine neue Mitschülerin Grace vor ihm steht: in schlabbrige Jungsklamotten gehüllt, mit einem kaputten Bein und einer kaputten Seele. Ihre Zerbrechlichkeit macht sie in Henrys Augen nur noch schöner. Aber Grace lässt Henry kaum an sich heran – bis sie ihn eines Tages völlig unvermittelt küsst. Henry wagt es, zu hoffen. Doch irgendein ungreifbares Geheimnis scheint zwischen ihnen zu stehen ...



Die liebevollen Ecken und Kanten in "Unsere verlorenen Herzen" sind ganz allein den beiden Protagonisten zuzuschreiben, denn beide sind sehr authentisch gezeichnet und es ist fast unmöglich sie nicht in sein Herz einzulassen. Gerade Henry konnte mich beeindrucken. Für ihn ist
Grace seine erste große Liebe und er muss sehr kämpfen, um Grace Herz zu erreichen. Ursprünglich ist Henry eher ein ganz normaler Typ, dem nichts besonderes anhaftet und dennoch geht er letztendlich als Held aus der Story  hervor, denn er kann sich weiterentwickeln und aus dem Schatten seiner Schwester treten, mit der er immer wieder verglichen wird. Grace trägt ein schweres Päckchen, welches sie daran hindert loszulassen und die Schuld, die sie scheinbar auf sich geladen hat, abzugeben und einen Neuanfang zu wagen. Ihr Schicksal ist wirklich hart und gibt der Story echtes Drama. Das ungreifbare Geheimnis welches schon im Klappentext aufgegriffen wird, entpuppt sich als schmerzlich und überschattet leicht, da die Story dadurch nicht leicht zu lesen ist. Immer wieder kommt die Autorin auf das Drama in Grace Leben zu sprechen und macht dadurch die Stimmung mitunter schwermütig. Für junge Leser/-inne ab 14 Jahren ist es aber dennoch angemessen, da ich der meinung bin, dass man sich auch damit auseinandersetzen sollte. Ich werden nicht näher darauf eingehen, da es der Cliffhanger des Romans ist und ich die Story nicht vorwegnehmen möchte. Wichtig ist hierbei zu bedenken, dass ich das eine oder andere Partygeschehen nicht unterstützen möchte, da ich nicht finde, dass junge Menschen unbedingt "Vorglühen" müssen oder sich besinnungslos betrinken müssen. Ich bin da sehr streng auch mit meinen eigenen Kindern. Ansonsten kann ich an der Story nichts aussetzen und würde  "Unsere verlorenen Herzen" daher auch ohne Bedenken weiterempfehlen.

Das Cover macht einen sehr netten Eindruck und sprach mich auch sofort an. Es herrscht trotz der gebrochenen Herzen eine Leichtigkeit durch die Pastelltöne. Es ist leicht irreführend, denn die Story an sich spricht eine ganz andere Sprache. Leichtigkeit ist nicht zu finden, sondern eine Story die doch sehr nah geht. Sie spricht von Verlust, der ersten großen Liebe und Freundschaft. Alles Dinge, die junge Leser/-innen ansprechen werden. Vielleicht werden sie sich Hier und Da auch selbst wiederfinden? 

Im Gesamtpaket ist die Story ausgewogen und ansprechend. Wie schon erwähnt, ist es Henry, der die Story belebt und lesenswert macht. Grace zu beschreiben ist etwas schwieriger, da ihre Problemverhalten komplett verständlich ist. Ihre Fassade bröckelt desöfteren und dennoch gelingt es ihr kaum, ihr Herz für Henry zu öffnen. Ein Roman, der wirklich einige liebevolle Ecken und Kanten aufweisen konnte, dadurch aber sehr sympathisch wirken konnte. 

★★★








 

1 Kommentar:

  1. Hallöchen Mel =)

    Das hast du aber sehr schön zusammengefasst!
    Henry war mir wirklich sympathisch. Mit Grace hatte ich lange meine Probleme aber zum Ende hin, hab ich sie etwas mehr verstanden. Ich bin wirklich überrascht über den Tiefgang und das Ende. Das hatte ich so gar nicht erwartet. Mir gefällt das Buch sehr gut!

    LG
    Anja

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